Coachingausbildung

In „Coachingtool 4 – Das Häusermodell“ lernen Sie ein Modell, mit dem Sie eine praktische Coachingeinheit gut strukturieren können.

Das Häuser-Modell ist eine Visualisierung, mit der im Coaching die Arbeit mit dem Klienten gut nachvollziehbar dargestellt werden kann. Es verarbeitet Grundideen von Senge (1994), de Shazer (2004) sowie Schulz von Thun (2001) und ist um transaktionsanalytische und systemische Aspekte erweitert. 

Wo kann man etwas dazu lernen?

Business-Coaching-Ausbildung: Achtsamkeit und Resilienz in Organisationen

 

Häusermodell: Problemhaus

Das Coaching ist dabei im Prinzip in zwei Phasen geteilt: die Aufnahme der Entwicklungs- oder Problemsituation und der Fortschritt bei einer Situation. In der Phase der Aufnahme werden vier Felder aufgenommen: der Kontext, das Ziel, die äußere Bühne und die innere Bühne. Dieses werden in unterschiedlichen Räumen des Hauses erfasst. Man kann dann in Form einer Schatzkammer noch eine Art Ressourcenspeicher eruieren. Dieser Schritt bereitet dann zutun Übergang in das Lösungshaus vor.

Häusermodell: Lösungshaus

Dort werden zunächst sehr ausführlich die Lösungsversuche und -ideen des/der Coachee erfragt und notiert, ebenso für jeden bisherigen Lösungsversuch seine Effektivität. Dies zeugt dem Klienten in der Regel schon ein reichhaltiges Vorgehen an, dass er selbst bisher nicht so gewertet hat. Zusätzlich gibt es Anschlusspunkte für weitere Lösungsversuche. Wohlgemerkt, bisher kommt alles von Seiten des/der Coachee. Wenn an dieser Stelle erst einmal die Energie zu Ende ist, kann man noch fragemn, was andere wohl hier unternehmen oder ins Auge fassen würden. Anschließend kann auch der Coach, wenn er will, einen Vertrag in Richtung eigener Expertenrolle mit dem/der Coachee abschließen, etwa „Ist es in Ordnung, wenn ich eine Anregung gebe?“ Dies sollte aber erst nach einer eindeutigen Wertschätzung für die Lösungsideen des Klienten vorgeschlagen werden. Hier kann dann der Coach noch eine Expertenfeststellung („Meiner Erfahrung nach, ist da noch folgender Punkt wichtig“) oder sogar einen Rat in den Raum stellen: „Man könnte ja auch noch auf die Idee kommen, an Folgendes zu denken“. Dies kann auch systemisch abgeschwächt werden, etwa: „Sicher ist schon einmal bedacht worden…“ oder „es passt hier wahrscheinlich überhaupt nicht, aber ich habe schon einmal gehört, dass…“. Ist die Lösungssammlung abgeschlossen, kann der Coachee die Frage beantworten, was ihm zum jetzigen Zeitpunkt am sinnvollsten erscheint, um in Richtung des anfänglichen Ziels oder wie es sich mittlerweile verändert hat, voranzukommen. Anschließend kann dies mit der Frage „Was könnte der nächste Schritt sein?“ verdichtet werden. Dieser Schritt kann mehr oder weniger SMART (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Rational und Zeit- (time-)gebunden ausformuliert werden. Dann wird die Arbeit mit dem Häusermodell mit einer kurzen Reflexion des Ganzen abgeschlossen.  

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Die Rollen des Coaches

Ein Coach ist in erster Linie ein Prozessberater oder Process facilitator („Prozesserleichterer“) und kein Fachberater. Dennoch kann er in Ausnahmefällen durch einen entsprechenden „Vertrag“ „abgesichert“ auch in die Expertenrolle („Meiner Erfahrung ist hier sinnvoll:….“), in die Ratgeberrolle („ich würde ihnen empfehlen“) oder sogar in die Instruktorenrolle („Machen sie auf jeden Fall…..“) gehen. Aber der Klient ist danach immer zu befragen, wie er dazu steht und was er damit macht. Letzter Schritt in der Lösungsphase ist die Frage an den Klienten, was sein nächster Schritt nun sein wird. Dies kann ein Tun oder auch ein Weglassen von etwas sein.  

 

Häusermodell im systemischen Ansatz

Insgesamt werden einige zentrale theoretische Gedanken des systemischen Ansatzes berücksichtigt:

  1. Der Zeitpunkt des Auftauchens eines Anliegens sowie seine Einbettung in ein aktuelles Kräftefeld werden beleuchtet (Kontext).
  2. Probleme in Organisationen werden durch (aktuelle) Interaktion inszeniert und reproduziert (Äußere Bühne).
  3. Das bisherige Problem und seine Lösungsversuche werden durch gedankliche Konstrukte (Innere Bühne) aufrechterhalten.
  4. Es besteht eine Neigung zu Gewohnheitsaufmerksamkeiten (Innere Bühne) bei Problemen und Lösungen.
  5. Hin- und Herbewegen zwischen Problem- und Lösungsraum (Bisherige Lösungsversuche) macht Sinn.
  6. Verhalten hat eine subjektiv „positive“ Absicht und richtet sich auf die Bewältigung von Gefühlen (Innere Bühne).  

In „Coachingtool 4 – Das Häusermodell“ lernen Sie ein Modell- mit dem Sie eine für praktische Coachingeinheit gut strukturieren können.

Anmeldung zur Coachingausbildung: https://www.kircheundgesellschaft.de/veranstaltungen/cmc-coaching-weiterbildung-2023-09-11-100000-4142/

Mehr zum Häserrmodell: https://www.linkedin.com/pulse/coaching-mit-dem-häusermodell-günter-josef-mohr/?originalSubdomain=de

Noch mehr zur Coachingausbildung: https://mohr-coaching.de/2023/07/25/coachingausbildung-ab-september-2023-nordrhein-westfalen/